Wie groß wird die B210n-Brücke am Kukelorum wirklich?
BILaNz Aurich macht die Dimension des geplanten Bauwerks vor Ort sichtbar
Aurich. Wie verändert sich eine Landschaft, wenn plötzlich ein riesiges Brückenbauwerk darin steht? Am 22. August von 13 bis 17 Uhr will die Bürgerinitiative BILaNz Aurich e.V. genau das an der Schleuse Kukelorum sichtbar und erlebbar machen.
In unmittelbarer Nähe der Schleuse ist im Zuge der seit Jahren geplanten Bundesstraße B210n ein großes Brückenbauwerk vorgesehen. Aus Sicht von BILaNz würde der Bau die heute offene Landschaft erheblich verändern. Mit Folgen für Natur, Anwohner, Naherholung und Tourismus.

Planungsunterlagen und Karten können zwar zeigen, wo eine Straße oder Brücke verlaufen soll. Welche Dimension ein solches Bauwerk tatsächlich in der Landschaft einnimmt, bleibt dabei jedoch oft abstrakt.

Deshalb macht BILaNz die Planung am 22. August vor Ort sichtbar:
Im Bereich der geplanten Querung soll das Ausmaß der zukünftigen Brücke in Breite und Höhe so dargestellt werden, dass Besucherinnen und Besucher einen unmittelbaren Eindruck davon bekommen, was an dieser Stelle entstehen soll.
Der Klimawandel fordert ein radikales Umdenken in unserem Umgang mit unserer Umwelt. Ein „Weitermachen“ in allen Dingen wie bisher wird uns nicht verziehen. Prof. Harald Lesch hat den Satz geprägt: „Mit der Natur kann man nicht verhandeln. Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur.“
Zwei von drei Menschen machen sich große oder sehr große Sorgen um den Klimawandel, hat kürzlich eine Allensbach Umfrage ergeben. Die Extremwetterereignisse mehren sich, doch die deutsche Wirtschaft macht lieber Stimmung gegen einen grünen Umbau, und die Politik scheut sich vor strengeren Maßnahmen.
FASZ vom 27.06.21
Landkreis und Stadt Aurich sind aufgrund ihrer strukturellen Beschaffenheit in Ostfriesland als ländliche Region privilegiert. Urlauber bevorzugen unsere Region wegen der Inseln, der weiten freien Landschaft, der Natur, der Ruhe und der sauberen Luft.
2018 wurde im Auftrag der Stadt Aurich ein Strategiepapier „kommunaler Klimaschutz in der Stadt Aurich“ mit Handlungsempfehlungen vorgestellt. 2019 wurde dann der „Klimanotstand“ ausgerufen, ein Zeichen für eine dringend notwendige Umkehr zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung, die aber umgehend mit Leben erfüllt werden muss.
Der Landkreis Aurich will den Klimaschutz zum Schwerpunkt-Thema machen und hat dazu jetzt eine Stabsstelle eingerichtet. „Unser ganz klares Ziel ist der CO2-neutrale Landkreis“ macht Landrat Olaf Meinen deutlich.
Mehr Klimaschutz und das Gelingen der Energiewende seien drängende Themen, um dem menschengemachten Klimawandel zu begegnen.
Doch reicht dies nicht, denn der Klimawandel verlangt sofortiges Handeln. Das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts hebt die Bedeutung zum sofortigen Handeln nochmals hervor.
Um das vereinbarte Ziel des Landes Niedersachsen mit der Nachhaltigkeitsstrategie zum Flächenverbrauch von max. 4 ha/ Jahr in 2030 zu erreichen, bedarf es gewaltiger Anstrengungen. Der derzeitige Bauboom aufgrund der niedrigen Zinsen und Investitionen in Verkehrsmaßnahmen stehen dagegen.
